Vía de la Plata mit dem Rad
Der längste Weg und der einzige, der Spanien von Süd nach Nord durchquert: fast 1.000 km von Sevilla über Römerstraßen, Dehesas und große Stille. Eine Distanzroute für erfahrene Radreisende.
Streckenverlauf: Sevilla (Andalucía) → Santiago de Compostela
Über diese Route
Die Vía de la Plata ist der einzige Weg, der Spanien von Süd nach Nord durchläuft und dem Verlauf der alten Römerstraße folgt, die Mérida mit Astorga verband. Von Sevilla bis Santiago summiert sie sich auf fast tausend Kilometer durch Andalusien, die Extremadura, Kastilien-León und Galicien, vorbei an monumentalen Städten wie Mérida, Cáceres, Salamanca und Zamora. Es ist eine Route der Einsamkeit und Natur, bestens befahrbar, gedacht für alle, die lange Distanzen mögen.
Die Hitze: der große Faktor
Wenn etwas die Vía de la Plata kennzeichnet, dann die Hitze des Südens. Die Dehesas der Extremadura und Andalusiens sind im Sommer äußerst hart, mit langen, der Sonne ausgesetzten und schattenlosen Abschnitten. Deshalb lautet die Empfehlung klar: Meiden Sie die Sommermonate und fahren Sie sie im Frühling oder Herbst.
Zudem sind die Distanzen zwischen den Ortschaften größer als auf anderen Wegen, daher muss man Wasser und Proviant vor jeder Etappe gut planen.
Zwei Enden: Astorga oder der Sanabrés
Auf Höhe von Granja de Moreruela (Zamora) gabelt sich der Weg. Sie können nach Astorga weiterfahren, um an den Französischen Weg anzuschließen, oder den Sanabrés-Weg nehmen, der über das Gebirge nach Ourense und Santiago führt.
Die Sanabrés-Variante umfasst die Pässe Padornelo (über 1.350 Meter) und A Canda, bevor man nach Galicien gelangt, die höchsten Punkte dieser Strecke.
Welches Rad verwenden
Das MTB, das Gravelbike oder ein E-Bike sind die empfehlenswerten Optionen. Der Belag kombiniert Erdpisten und asphaltierte Abschnitte, und auf einem guten Teil der Strecke können Sie Alternativen über verkehrsarme Straßen wählen. Wegen ihrer Länge und ihrer langen Etappen ist es eine Route für Radreisende mit Erfahrung auf großen Distanzen.
Die Compostela mit dem Rad
Wie auf den übrigen Wegen braucht man mit dem Rad mindestens 200 km. Von Ourense sind es rund 110 km (nur zu Fuß ausreichend), daher muss der Radfahrer, der die Urkunde möchte, früher starten: etwa in Ponferrada (Astorga-Variante) oder in Puebla de Sanabria (Sanabrés-Variante), die diese Distanz überschreiten.
Beste Reisezeit
Der Frühling (April und Mai) und der Herbst (September und Oktober) sind die besten Zeiten, mit gutem Klima und grünen Landschaften im Süden. Der Sommer ist wegen der extremen Hitze nicht ratsam, und im Winter kann es an den galicischen Pässen Schnee und Regen geben.
Häufige Fragen
Wie lang ist die Vía de la Plata?
Fast 1.000 km von Sevilla bis Santiago (rund 970 km je nach Strecke und gewählter Endvariante). Es ist der längste Weg.
Wie viele Tage dauert sie mit dem Rad?
Üblicherweise zwischen 15 und 18 Tagen, je nach Tempo. Manche Distanz-Radreisende verdichten sie mit Etappen von 80 km oder mehr auf weniger.
Was ist die beste Reisezeit?
Frühling und Herbst. Den Sommer sollte man wegen der extremen Hitze der südlichen Dehesas meiden, die exponiert und schattenlos sind.
Welches Rad ist am besten?
MTB, Gravel oder E-Bike. Sie kombiniert Erdpisten und Asphalt, mit Alternativen über verkehrsarme Straßen. Es ist eine Route für Radfahrer mit Erfahrung auf langen Distanzen.
Wo endet sie, Astorga oder der Sanabrés?
In Granja de Moreruela gabelt sich der Weg: nach Astorga zum Anschluss an den Französischen, oder über den Sanabrés-Weg nach Ourense und Santiago, letzterer mit Bergpässen.
Von wo aus starten für die Compostela mit dem Rad?
Mit dem Rad braucht man 200 km. Von Ourense (110 km) reicht es nicht; man sollte früher starten, etwa in Ponferrada oder Puebla de Sanabria.
Ist sie sehr hart?
Ihr Schwierigkeitsgrad ist mittel bis hoch, aber mehr wegen der Länge, der Hitze und der langen Abschnitte ohne Versorgung als wegen des Geländes selbst. Sie erfordert gute Planung und Ausdauer.